pkacircle - Österreichs Interessenvertretung von PKAs für PKAsDie Interessenvertretung von PKAs für PKAs

Goodbye, PKAcircle!

Goodbye, PKAcircle!

Nach 5 Jahren verabschiedet sich der PKAcircle, die Organisation löst sich auf, doch die Idee und der Grundgedanke leben weiter.

PKAcircle Vorstand

Schon lange schlummerte die Idee einer Organisation, die sich um die Belange der PKAs in Österreich kümmert in vielen von uns. 2009 hat dies langsam Formen angenommen. Egal wo man mit PKAs ins Gespräch kam, es war klar, dass eine Vertretung für diese Berufsgruppe eine Notwendigkeit ist. Das gilt auch noch heute. 2014 hat sich der Verein PKAcircle formiert, der auf viel Zuspruch in den eigenen Reihen stieß und viel Wiederstand bei Anderen auslöste. Jede einzelne Person, die aktiv im PKAcircle mitgearbeitet hat, verdient den größten Respekt. Wer einmal ehrenamtliche, unentgeltliche Arbeit geleistet hat, weiß wie viel diese wert ist. Wir wollen eine kleine Zeitreise mit euch machen, euch zeigen was wir alles in den vergangenen Jahren erlebt und geleistet haben:

Austropharm 2014
In der pkalounge des pkajournals haben wir mit 200 PKAs Gespräche geführt

Vereinsgründung 2014
Die Geburt des PKAcircle

Austropharm 2016
In der pkalounge des pkajournals haben wir mit unzähligen PKAs Gespräche geführt

Gespräch mit dem Apothekerverband 2017
Jeder hat seine Standpunkte und diese gilt es zu vertreten.

PKAkongress und PKAaward 2017
Wertschätzung soweit das Auge reicht, der PKA Kongress war nicht nur durch den PKA Award für Berufsschullehrer, engagierte PKAs und vorbildliche Chefs ein großartiges Ereignis in einem atemberaubenden Ambiente, sondern auch eine großartige Fortbildungsveranstaltung mit Robert Jansen.

Austropharm 2018
In der pkalounge des pkajournals haben wir unter PKAs eine Umfrage zu dem Thema Aus- und Fortbildung durchgeführt.

Gespräche mit GPA-djp 2018 & 2019
Wir haben mit den Personen gesprochen, die mit dem Apothekerverband an einem Tisch sitzen und unseren Kollektivvertrag verhandeln.

Das sind nur die Meilensteine, hinzu kommen noch zahlreiche Gespräche mit PKAs in ganz Österreich, die wir bei den vielen Treffpunkt PKA Veranstaltungen in den Bundesländern geführt haben. Wir haben auch in unseren vielen Beiträgen, die wir im pkajournal veröffentlichen durften, unzählige Themen bearbeitet, die für uns PKAs von Bedeutung sind. Auch die LAP Fragen, die stets mit großer Sorgfalt erstellt wurden und zur Unterstützung der Lehrlinge dienten waren für uns immer ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Und nicht zuletzt haben wir Unmengen an Zeit in die Administration, Buchhaltung und soziale Medien gesteckt, um so viele PKAs wie möglich zu erreichen.

All das, haben wir gerne getan, in unserer Freizeit, neben der Arbeit in der Apotheke, keiner von uns arbeitet weniger als 30 Stunden pro Woche. Das ist auch der Grund, warum wir nicht weiterhin bestehen konnten. Personen zu finden, die unentgeltlich so viel freiwillige Arbeit leisten, so viel Zeit investieren, ist nicht leicht. Der Spagat zwischen Arbeit, Familie und PKAcircle war für jeden von uns sehr schwer. All jenen, die sich nun über unsere Auflösung freuen sei gesagt: arbeiten Sie unentgeltlich?

Kommen wir nun zu Worten des Danks! Wir möchten uns bei all den Firmen, die uns jüngst und auch in der Vergangenheit unterstützt haben, bedanken. Ohne den Beitrag seitens der Industrie wären einige unserer Meilensteine nicht möglich gewesen. Ohne eine Plattform, maßgeschneidert für PKAs, hätten wir nie so viele von euch erreichen können. Deshalb gilt dem pkajournal und allem voran Mag. Christoph Jakesz, der uns immer unterstützt hat, ein besonderer Dank!

Aber das wichtigste sind natürlich wir PKAs! Ein großer Dank gilt Marcus Kallenda, Gabriele Jelinek, Doris Nittl, Silvia Kitzweger, Diana Bogner, Elisabeth Frühwald, Klaudia Rottenbücher, Eva-Maria Schoibl, Barbara Peroy und Rebecca Nemet. Ohne euren unermüdlichen Einsatz hätte es den PKAcircle nicht gegeben. Wir möchten uns auch bei allen PKAcircle Mitgliedern bedanken, die uns stets treu waren.

Und als letzte Worte liegt mir noch ein Appell auf der Zunge:
Die Grundidee aus der der PKAcircle entstand ist nicht gestorben. Ich schere jetzt alle über einen Kamm und behaupte, sie steckt in jeder uns jedem PKA. Die zuständigen Stellen, die, die an den Hebeln sitzen, müssen handeln! Wie die Apotheke der Zukunft aussehen wird, entscheiden letztendlich nicht die Apotheker. Wo Endverbraucher in Zukunft Arzneimittel kaufen können auch nicht. Da hilft keine veraltete Fachkräfte Verordnung, mit der sich Apotheker und Pharmazeuten vor den bösen billigen PKAs schützen wollen.

An alle Realitätsverweigerer: Eine PKA die an der Tara steht und ausschließlich Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel oder Medizinprodukte berät gibt es nicht. Ob wir uns diese Verantwortung ausgesucht haben? Wir PKAs tun das, was von uns erwartet wird. Die Erwartungshaltung und die Verordnungen gehen weit auseinander. Wenigstens eine Gleichstellung mit Drogisten, die alles aus der Abgrenzung Verordnung nicht nur abgeben, sondern auch beraten dürfen, sollte so schnell wie möglich umgesetzt und auch entsprechend honoriert werden!

Es ist Zeit, dass die Politik handelt und uns gewisse Kompetenzen zuspricht, die im Alltag Realität sind, denn nicht wir sind daran schuld, dass sich die Zeiten ändern und Apotheker die Gürtel enger schnallen müssen. Ob Onlinehandel oder vielleicht schon bald Drogerien; der Markt verändert sich, und die Apotheken müssen reagieren, um positiv in die Zukunft blicken zu können! Zielführend ist hier nicht die Gier einiger weniger die dominiert und mitunter zu Versorgungsengpässen führt.

Es benötigt eben Politik und Standespolitik die endlich den Mut finden, praktikable Lösungen zu finden und umzusetzen. Veraltete und verstaubte Ansichten und Verordnungen müssen realitätsnah und praktikabel gestaltet werden.Wir waren stets voller Tatendrang, ich hoffe, dass dieser Funke vielleicht auf zuständige Stellen übergeht!

Eure Melanie Tschiedel